Hörschwächen früh ausgleichen - Hörvorsorge hilft

25.02.2019

Aktionswoche zum Welttag des Hörens

Gehörschutz und Hörvorsorge sind der beste Schutz vor nicht erkannten Hörschäden und deren Folgen. „Check your hearing“ heißt deshalb das Motto der Aktionswoche zum Welttag des Hörens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Sonntag, 3. März. „Tritt eine Hörminderung ein, ist eine frühzeitige Versorgung wichtig“, sagt Martin Blecker, Hörakustikermeister und Geschäftsführer des Qualitätsverband Pro Akustik, Hannover. Die Mitglieder des Verbandes unterstützen die Aktion mit kostenlosen Hörtests und vielen Informationen zu Gehörschutz in ihren Fachgeschäften.

„Ab einem Alter von 50 Jahren sollte jeder einmal im Jahr einen kostenlosen Hörcheck beim Hörakustiker machen, um sich vor möglichen Folgen wie sozialer Isolation, Depression, Demenz und Verletzungen zu schützen“, empfiehlt Martin Blecker und schließt sich damit einer Forderung des Deutschen Berufsverbands der HNO-Ärzte an. Die Altersempfehlung für den regelmäßigen Hörtest basiert auf der natürlichen Alterung unseres Gehörs, welche die häufigste Ursache für eine Hörminderung ist.

Warum ist die frühzeitig Versorgung wichtig?

Oft kommt ein Hörverlust schleichend und bleibt lange unbemerkt. In vielen Fällen ist es zuerst die Familie, die darauf aufmerksam macht, dass der Fernseher schon wieder so laut ist. Oder man selbst hat den Eindruck, dass die Gesprächspartner immer undeutlicher sprechen und sie deshalb nur schwer zu verstehen sind. In dieser Phase kompensiert das Gehirn die fehlenden Signale aus dem Gehör noch. Das Verstehen wird anstrengend, ist aber noch möglich. Wenn der Hörverlust massiver wird und immer mehr Nervenverbindungen die Arbeit einstellen, sind einzelne Wörter und Sätze nicht mehr zu verstehen. Kommt es über die Jahre der schleichenden Hörminderung zu einer Hörentwöhnung, muss das Gehirn das Verstehen erst wieder mühsam lernen.

Wie gut hören Sie?

Ein professioneller Hörtest beim Hörakustiker gibt Auskunft über den persönlichen Hörstatus und liefert genaue Daten zum persönlichen Hörvermögen. Wird der Test in regelmäßigen Abständen gemacht, sind Veränderungen rechtzeitig und gut zu erkennen und können mit modernster Hörtechnik ausgeglichen werden. „Gutes Hören schafft Lebensqualität“, weiß Martin Blecker. „Nutzen Sie die Chance und informieren Sie sich jetzt!“


Hintergrundinfos zum Welttag des Hörens:

Weltweit steigt die Zahl der Menschen mit Hörminderungen. Allein in Deutschland, schätzen Experten, haben bis zu 16 Prozent der Erwachsenen einen Hörverlust (Institut für Hörtechnik und Audiologie der Jade Hochschule, 2015 bzw. 2017), jeder vierte Jugendliche eine beginnende Schwerhörigkeit. Viele sind nicht mit Hörgeräten versorgt. Die einen, weil sie vor Hörgeräten zurückschrecken, die anderen, weil sie den eigenen Hörverlust noch gar nicht registriert haben. 

Der diesjährige Welttag des Hörens am Sonntag, 3. März, steht unter dem Motto „Check your hearing“. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wirbt damit für die Vorbeugung und frühzeitige Versorgung von Hörminderungen. Dabei wird sie in Deutschland von Hörakustikern, HNO-Ärzten und dem Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) unterstützt. Der Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, hat die Schirmherrschaft übernommen.

2018 erreichte der Welttag des Hörens allein in Deutschland knapp 26 Millionen Menschen.

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